Muay Thai

Das Muay-Thai basiert auf der Effektivität und Einfachheit seiner Techniken und lässt alle oberflächlichen oder akrobatischen Bewegungen außen vor. Dutzende von Angriffs- und Kontertechniken bilden die Voraussetzung für das komplette Beherrschen des Muay-Thai.
Zum Einsatz kommen Faust-, Ellenbogen-, Knie-, Tritt- und Wurftechniken.

Muay-Thai heisst wörtlich übersetzt: „freies Boxen, Treten, Stossen, …“

(Muay = Boxen, Treten, Stossen und Thai = frei).

Im Westen ist das Muay-Thai bekannt unter dem Begriff Thaiboxen.
Thailand heisst wörtlich übersetzt „freies Land"

 

Geschichte des Muay Thai

Es wird gesagt, dass frühe Einwanderer aus Süd China diese Kampfkunst vor über 2000 Jahren nach Thailand gebracht haben, leider gibt es keine genauen Dokumente die dies belegen! Man sagt, dass deren Absicht darin lag, den thailändischen Widerstandskämpfern in vielen Schlachten Hilfestellung zu leisten. Sicher ist auf jeden Fall, dass diese Kunst des Kampfes im Krieg mit damaligen Nachbarvölkern wie Korea oder Vietnam kreiert wurde.

Muay Thai gilt als eine der härtesten Kampfkünste der Welt und es ist üblich im Kampf Ellenbogen, Knie, Faust und Fußtechniken anzuwenden. Auch das Halten (Clinchen) und Werfen des Gegners ist ein wichtiger Bestandteil. Da diese Kunst so erfolgreich war, entwickelte sich daraus schnell ein Training, das von der hiesigen Armee übernommen wurde. Trainer entwickelten sich, welche diese Kampfart im ganzen Land unterrichtet haben.

Um 1700, wurde in Thailand vor Tempeln, auf Jahrmärkten bei Veranstaltungen gekämpft. Dann wurde das Muay Thai als Wettkampfform im ganzen Land verbreitet. Man nutzte es um auf religiösen Festen Kämpfe auszutragen. Es folgte die goldene Zeit des Muay Thais. Ein König Namens Rama interessierte sich sehr für diese Wettkämpfe und ließ viele Kämpfer auszeichnen. Er war ständig auf der Suche nach neuen Talenten und führte so das Entstehen vieler Thaiboxcamps ein.Bild von Nai Konom Dton

Nai Konom Dton, war einer der erfolgreichsten Helden des Muay Thai. Burmesische Gruppen nahmen ihn gefangen, doch es sollte ihm Freiheit gewährt werden, wenn er die 12 besten Krieger Burmas besiegen würde. Diese Aufgabe meisterte er geschickt und sorgte so für sehr viel Aufregung und Ansehen. Bis heute werden noch immer feierliche Kämpfe ihm zu ehren gehalten.

 

Kampfkleidung bzw. Ausrüstung

  • Mundschutz
  • Boxbandagen
  • Boxhandschuhe (8 bis 10 Unzen bei Wettkämpfen und 14 bis 16 Unzen für Training/Sparring)
  • Muay Thai Hose
  • Tiefschutz
  • Kopfschutz (Fürs Training/Sparring)
  • Schienbeinschutz (Fürs Training/Sparring)

Kampfregeln

Erlaubte Techniken:

  • Knie- und Ellbogentechniken
  • Alle Tritttechniken mit dem Fuß oder dem Schienbein
  • Alle Fausttechniken, der Handrückenschlag
  • Das Festhalten des gegnerischen Beins mit sofortiger Folgetechnik
  • Clinchen und Wurftechniken

Nicht erlaubte Techniken:

  • Kopfstöße
  • Nachschlagen wenn der Gegner am Boden liegt
  • Schlag- und Tritttechniken gegen den Hinterkopf